Neeeele Weinkeller-Schlüsselverwalter Dabei seit: 16.07.2008 Beiträge: 4.640 Herkunft: Thüringen Haustiere: kein Haustier
Shuggie Bain - Douglas Stuart
Shuggie Bain von Douglas Stuart
gehört bei BookBeat: 15:28 Std., Sprecher: Mark Waschke, erschienen am 23.08.21 bei OSTERWOLDaudio
als gebundenes Buch: 26.- Euro, gebraucht ab: 23,34 Euro, 496 Seiten, erschienen am 23.08.21 bei Hanser Berlin
als Kindle Ausgabe: 19,99 Euro, 530 Seiten, erschienen am 23.08.21 bei Hanser Berlin
als Hörbuch außerdem bei Audible und als Audio-CD erhältlich
Dieser Debütroman erzählt die Geschichte einer Arbeiterfamilie in Glasgow in den 80er Jahren. Erzählt wird sie aus der Perspektive von Shuggie, dem jüngsten Kind der Familie. Er ist anders als seine Geschwister, viel weicher und zarter und er hat große Schwierigkeiten sich in dieser grauen und tristen Welt der armen Arbeiterfamilien zurecht zu finden. Seinen Vater verliert er recht früh, denn der verlässt die Familie für eine andere Frau. Seine Mutter aber liebt er über alles. Bei ihr findet er meist die Geborgenheit und Liebe die er braucht. Ihre Schönheit und Klugheit und auch ihre resolute Art macht ihn glücklich und stolz. Allerdings hat Agnes, Shuggies Mutter, ein Alkoholproblem welches immer größer wird. Agnes kämpft zwar dagegen an, schafft es aber nicht vom Alkohol wegzukommen, so dass Shuggie sich oft in seinen jungen Jahren um Agnes kümmern mussund so leider immer wieder in die Tristesse rutscht.
Ein wunderbares Debüt, welches mir richtig gut gefallen hat. Von der ersten bis zur letzten Seite bzw. Hörstunde bleibt man bei der Familie, ist mitten drin und sieht alle Protagonisten vor seinem geistigen Auge. Zwar ist es ein trauriges Buch und man muss sicherlich auch dafür in Stimmung sein, trotzdem hat es mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte nicht mehr aufhören.
Mark Waschke, als Sprecher, hat seins noch dazu getan mit dieser so wunderbar passenden Erzählstimme für dieses Buch.Er spricht mit einem Berliner Akzent, der mich aber auch genauso gut nach Glasgow versetzen konnte. Ich kenne den Glasgower Akzent nicht und so konnte ich ihn mir vorstellen, obwohl er sicherlich ganz anders klingt.
Mir hat auch sehr gut gefallen, dass auch das Umfeld der Protagonisten schön ausgeleuchtet wurde. So konnte man sich ein Bild machen, dass die Probleme der Familie Bain alle Familien in dieser Zeit betrafen. Also eine regelrechte Milieu-Studie, angelehnt an Stuarts eigene Biografie.
Douglas Stuart wurde mit diesem Debüt mit dem Booker Prize 2020 ausgezeichnet und ich finde verdient.