Neeeele Weinkeller-Schlüsselverwalter Dabei seit: 16.07.2008 Beiträge: 4.640 Herkunft: Thüringen Haustiere: kein Haustier
Die Tudors: Eine schrecklich tödliche Familie - Stefanie Norden
Die Tudors: Eine schrecklich tödliche Familie von Stefanie Norden
als Taschenbuch: 13,98 Euro, 114 Seiten, erschienen am 03.09.16, Independently published
als Kindle Ausgabe: 2,99 Euro, 115 Seiten, erschienen am 02.09.16, Verlag nicht bekannt
Dieses schlanke Büchlein hat mich sehr interessiert, weil ich die Tudorzeit sehr mag und mich für König Heinrich VIII. und seine unglücklichen Ehen interessiere.
Leider hat mich das Buch dann doch ein wenig enttäuscht. Es liest sich nämlich weder als Roman noch als Sachbuch sondern kommt eher wie ein Schulaufsatz daher, was ja auch eher zu der kargen Seitenzahl passt. Weder habe ich etwas Neues erfahren über die schrecklich tödliche Familie Tudor noch hat mich die Schreibweise des Buches in seinen Bann gezogen. Eine Aussage der Autorin hat mich sogar regelrecht geschockt. Die Autorin stellt sich die Frage, ob die Avancen die Thomas Seymour der minderjährigen Elizabeth macht nur Tändeleien sind oder schon sexuelle Belästigung. Also bitte, die Frage stellt sich doch nun wirklich nicht, wenn der Mann schon älteren Semesters ist und das Mädel minderjährig und noch dazu eine Schutzbefohlene, denn zu dem Zeitpunkt lebte Elizabeth im Haushalt von Thomas Seymour. Mir ist bewußt, dass das ganze andere Zeiten waren und dort andere Maßstäbe galten, aber die Autorin hat das Buch heute geschrieben und nicht im Mittelalter und somit sollte sich diese Frage erübrigen. Aber gut...... Thomas Seymour wurde später hingerichtet, also lassen wir ihn in Frieden ruhen.
Mir hat auch nicht besonders gut gefallen, dass die Autorin sehr viele Details in den einzelnen Biografien wiederholt. Wenn sie das nicht getan hätte, wäre das Buch nur halb so dick geworden und es hat ja schon nicht besonders viele Seiten.
So hat mir das Buch leider so gar nichts gegeben und ich hätte es auch evbeso gut nicht lesen brauchen. Für an der Tudorzeit interessierte Leser hätte es durchaus spannend sein können, war es aber nicht. Ich werde da demnächst bei solchen Themen vielleicht doch lieber auf Historiker zurück greifen.