Neeeele Weinkeller-Schlüsselverwalter Dabei seit: 16.07.2008 Beiträge: 4.640 Herkunft: Thüringen Haustiere: kein Haustier
Unser Hof in der Bretagne - Regine Rompa
Unser Hof in der Bretagne von Regine Rompa
gehört bei BookBeat: 7:03 Std., Sprecherin: Katrin von Chamier, erschienen am 18.05.21 bei ABP Publishing
als Paperback: 16.- Euro, gebraucht ab: 7,64 Euro, 272 Seiten, erschienen am 16.04.19 im Rowohlt Taschenbuch Verlag
als Kindle Ausgabe: 9,99 Euro, 272 Seiten, erschienen am 16.04.19 im Rowohlt Taschenbuch Verlag
außerdem als Hörbuch bei Audible erhältlich
Dieses Buch ist der Erfahrungsbericht von Regine Romper und ihrem Lebensgefährten Anton, die irgendwann nach Frankreich in die Bretagne gezogen sind um dort ein autarkes Leben zu führen. Im Klappentext steht, dass sie dafür ihre Jobs gekündigt haben, allerdings stimmt das nicht so ganz, denn sie arbeiten einfach von Zuhause aus am PC und verschicken ihre Arbeiten von dort aus per Mail. Das hat mich schonmal gestört, denn somit sind sie ja nicht wirklich autark sondern haben immer noch das Geld sich bestimmte Dinge zu kaufen. Also mich hat es nicht gestört, dass die Beiden Geld zur Verfügung hatten, aber es hat mich gestört, dass sie den Eindruck vermitteln wollten auf alles zu verzichten.
Was mich auch extrem gestört hat ist, dass alles so tutti und schön ohne jede Schwierigkeiten dargestellt wird. Die Nachbarn sind nett, sie lernen sofort Menschen kennen die ihnen helfen, sogar die Jäger finden sich ohne Widerspruch mit den Einschränkungen ab, die die Beiden erwirken.
Regine z.Bsp. beschwert sich, als sie Sauerampfer entdeckt und entdeckt wie gut der schmeckt, dass es den nicht im Supermarkt gibt. Da frage ich mich: "Warum sollte es, den gibts doch überall kostenlos zum Pflücken.".
Also ehrlich, eine tolle Anleitung für alle die mit der rosaroten Brille auf der Nase aussteigen wollen. Für die meisten von uns so aber nicht machbar, auch wenn sich das alles toll und erstebenswert liest. Ich war noch nie in der Bretagne, stelle es mir dort aber auch wunderschön vor, weil ich eben auch gern ländlich und naturverbunden lebe. Aber mal ehrlich, auch in der Bretagne kosten die Häuser Geld und sicherlich nicht wenig und Kredite muss man auch bedienen können. Und wenn man Kinder hat geht es schonmal gar nicht, wenn der nächst größere Ort eine Stunde entfernt ist.
Also ein schönes Buch für alle, die Zeit finden den ganzen Tag ihre Hühner zu dressieren. Für alle die aber arbeiten müssen um ihre Familien zu ernähren bleibt das wohl eher ein utopisches Buch. Mir war es leider zu rosarot und deshalb habe ich es nach etwas über der Hälfte abgebrochen.
Von mir leider keine Empfehlung und da ich es abgebrochen habe kann ich auch keine Bewertung vornehmen.