Neeeele Weinkeller-Schlüsselverwalter Dabei seit: 16.07.2008 Beiträge: 4.640 Herkunft: Thüringen Haustiere: kein Haustier
Als das Böse kam - Ivar Leon Menger
Als das Böse kam von Ivar Leon Menger
als Paperback: 15,95 Euro, gebraucht ab: 14,45 Euro, 320 Seiten, erschienen am 20.07.22 im dtv Verlag
als Kindle Ausgabe: 12,99 Euro, 321 Seiten, erschienen am 20.07.22 im dtv Verlag
außerdem als Hörbuch bei Audible erhältlich
Ich habe dieses Buch schon im Mai als digitales Leseexemplar erhalten, durfte es euch natürlich aber erst nach Veröffentlichung vorstellen. Vielen Dank an den Verlag und an Netgalley für das kostenlose Exemplar.
Die 16 jährige Juno lebt seit 12 Jahren mit Mutter, Vater und ihrem 12 jährigen Bruder Boy auf einer ansonsten unbewohnten Insel. Sie leben dort fast autark und ohne viel Kontakt zu anderen Menschen. Nur der alte Ole kommt jeden Montag vom Festland herüber um der Familie die Post zu bringen und einmal im Monat fährt der Vater mit dem Boot auf die andere Seite des Sees um ein paar Einkäufe zu machen.
Immer wenn sich Fremde einen Weg über den See in Richtung Insel bahnen wird ein Alarm ausgelöst und die gesamte Familie verschwindet in einem Schutzbunker unter der Hütte. Die Eltern haben den Kindern auch erzählt, warum sie ganz allein auf der Insel leben und der Kontakt zu anderen Menschen lebensgefährlich ist. Juno wird aber nach und nach misstrauischer und möchte das Land auf der gegenüberliegenden Seite erkunden und kennenlernen. Sie weiß jedoch, dass ihre Eltern das niemals zulassen würden und sinnt darüber nach, wie sie es schaffen könnte unbemerkt einen Ausflug aufs Festland machen können.
Dann aber trifft sie eines Tages auf Luca und all die Dinge, über die Juno nachdenkt, bekommen einen ganz anderen Sinn. Doch wem soll Juno vertrauen, ihren Eltern oder Luca, zu dem sie sich hingezogen fühlt.
Mir hat das Buch im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Es bietet einen Plot, der nicht allzu strapaziert ist bislang und der schon vom Thema her eine große Spannung aufbaut. Das war es auch, was mich bei der "Stange" hielt, denn die Hauptprotagonistin Juno war mir leider etwas zu dümmlich und kindlich für ihre 16 Jahre dargestellt. Natürlich muss man bedenken, dass sie seit 12 Jahren ziemlich abgeschottet von der Welt auf dieser Insel lebt. Dann dürfte sie aber auch nicht so weit gekommen sein, dass sie ihre Eltern plötzlich hinterfragt. Auch war die Handlung ein wenig sehr vorhersehbar, das hat mich aber nicht so sehr gestört.
Auch die Dialoge zwischen Luca und Juno habe ich oft nicht so ganz verstanden. Warum immer das eingestreute Italienisch, obwohl Juno dann zu Luca sagt, dass er gut deutsch spricht und die Handlung ganz offensichtlich auf einer schwedischen Insel spielt. Das klärt sich zwar am Ende auf, aber mitten im Buch ist das doch etwas sehr verwirrend.
Es gab auch ein paar Ungereimtheiten auf die ich an dieser Stelle nicht groß eingehen kann, weil ich dann spoilern würde. Nur soviel, es kreist ständig eine Drohne über der Insel, aber es ist nicht bekannt, dass Juno einen Bruder hat obwohl der ganz offen auf der Insel herum läuft. Die Eltern von Juno schotten die Kinder komplett von anderen Menschen ab und haben sogar einen Schutzraum gebaut, aber die Drohne bemerken sie nicht. Und so gab es noch ein paar Stellen mehr im Buch, die für mich nicht so ganz glaubwürdig erschienen.
Alles in Allem ein Buch, welches man gerne lesen kann und was auch einen guten Unterhaltungswert bietet, welches mich aber nicht so ganz überzeugt hat. Ich finde es eher passend als ein Jugendbuch, vielleicht ab 14 Jahre. Als ein Thriller für Erwachsene empfinde ich das Buch leider nicht.